Betheln und umzu Schattenlinie



„Ohne Herkunft keine Zukunft“
oder
„Wie wir wurden, was wir sind“

Ausgangslage:

„Wer als externe Person in ein Dorf kommt, wird selbst im unmittelbaren Umfeld einer Großstadt rasch auf Besonderheiten stoßen, die es nur an diesem Ort gibt.“ Mit diesem einleitenden Satz warb das historische Seminar der Universität Hannover für eine Einführung in eine ortsgeschichtliche Forschung am Beispiel eines niedersächsischen Dorfes, nämlich Betheln.

AK Dorfchronik
Der Arbeitskreis tagt im Sommer ...
Ergebnis dieses Seminars unter der Leitung von Prof. Dr. Carl Hans Hauptmeyer im Jahr 2002 war eine in kleiner, nicht registrierter Auflage erschienene studentische Beitragssammlung zu verschiedenen Einzelaspekten der Dorfgeschichte Bethelns . Schon zu diesem Zeitpunkt war die Quellenlage zur Bethelner fast 1000jährigen Geschichte für ein Dorf erstaunlich gut. Mit einer dreiteiligen, vom damaligen Gemeindepastor Klaus Depping zwischen 1981 bis 1984 erarbeiteten und im Selbstdruck veröffentlichen Ortsgeschichte liegt ein inhaltlich sehr solides und kenntnisreiches Werk vor. Die größte Untersuchungslücke bildet das 20. Jahrhundert.

Das Projekt:

Am 1. November 2016 gaben die Dörfer Betheln, Eddinghausen und Haus Escherde ihren Status als Gemeinde auf und wurden Teil der Stadt Gronau/Leine. Im Jahr 2022 jährt sich die Gründung Bethelns zum 1000. Mal. Deshalb geht unser Dorfpflege-Verein davon aus, dass dies der geeignete und wahrscheinlich letzte Zeitpunkt ist, diese langen, selbstständigen Dorfgeschichten letztmalig solide zu dokumentieren. Dies ist unsere Absicht.

Die Grundidee zur Chronik ist eine Vierteilung der Veröffentlichung.
Teil 1:
Eine vollständig überarbeitete Fassung der Arbeit von Pastor Klaus Depping (der ehemalige Pastor des Dorfes konnte dafür gewonnen werden).

Dieser Teil umfasst die Geschichte von den Vorläufern des Ortes über die urkundliche Erwähnung 1022 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Teil 2:
Der Ortsheimatpfleger Henning Maas wird das 20. Jahrhundert bis heute historisch erarbeiten.
Teil 3:
Ein seit circa zweieinhalb Jahren bestehender Arbeitskreis aus Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Orte befasst sich als Arbeitskreis Dorfchronik mit der Sammlung von Zeitzeugeninterviews und -berichten, erarbeitet besondere charakteristische Teilaspekte aus dem letzten Jahrhundert, beispielsweise die Geschichte der Landwirtschaft, der Gasthäuser und der Gewerbebetriebe im Ort, Aspekte zur Schulgeschichte und Kirchengeschichte und zum allgemeinen Dorfleben.
Teil 4:
Dieser Teil ist dem aktuellen Leben im Dorf gewidmet. Hier wird mit den Akteuren im Dorf, den Vereinen und Einrichtungen ein zeitgenössisches Bild entstehen, in dem u.a. auch der Weg vom Dorf zum Stadtteil eine Rolle spielen wird. Zu allen Teilen werden neue Quellen, teilweise unbekanntes Bild- und Kartenmaterial, erstmals präsentiert und aufbereitet.

Die Arbeitsweise:

Neben der notwendigen Zusammenarbeit mit Sachverständigen und Experten ist es von Beginn an unser Konzept gewesen, die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Dörfer intensiv in die Arbeit einzubeziehen. Dies ist gelungen.
Die Methode der Ergänzung der offiziellen Geschichtsschreibung durch Beiträge aus mündlichen Überlieferungen und Erzählungen hat schon jetzt im Vorfeld viele Aktivitäten in den Dörfern „auf den Weg gebracht“ und wird auch erheblich zur Lesbarkeit der Chronik für eine breitere Öffentlichkeit beitragen. Alle Arbeiten werden ehrenamtlich geleistet.

Die Chronik:

Das Buch wird zwischen 180 und 240 Seiten umfassen (Hardcover und durchgehend in Farbe). Es wird auch viele Fotos aus der Vergangenheit und der Gegenwart unserer Dörfer zeigen und im Buchhandel erhältlich sein.

Ausblick:

In unserer Zeit mit den inhaltlichen und organisatorischen Weiter- und Neuentwicklungen dörflichen Lebens als Stadtteil von Gronau ist es bedeutsam sich seiner Herkunft und seiner Gegenwart zu vergewissern, die auch bisher schon ständig von gewollten und erzwungenen Veränderungen gekennzeichnet war. Diese Chronik wird dazu beitragen, das vorhandene Selbstbewusstsein der Einwohner aus Betheln, Eddinghausen und Haus Escherde zu stärken und die neue Rolle in der neuen kommunalen Verfasstheit kritisch und konstruktiv anzunehmen. Zurzeit ist geplant, dass die Chronik unserer Dörfer am 15. Oktober 2021 erscheint. Sie sollte in jedem Haushalt in unseren Dörfern einen Platz finden und ist sicher auch ein ideales Geschenk für Verwandte, gute Freunde und alle, denen unsere Dörfer eine Herzensangelegenheit sind.
Verbindliche Reservierungen von Exemplaren sind ab sofort bei uns möglich.




Betheln, 2.3.2021 Hartwig Kemmerer – Arbeitskreisleiter des Arbeitskreises Dorfchronik

Letzte Aktualisierung: 5.12.2021

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